Silvester: Bedeutung der Bräuche rund um den Jahreswechsel
Bedeutung der Silvester-Bräuche:
Jedes mal, wenn sich wieder einJahr dem Ende neigt und zu Silvester der Jahreswechsel erfolgt haben Glücksbringer Hochkonjunktur, so zum beispiel der Glücksklee im Topf, der beliebte Schornsteinfeger in Miniaturformat oder aber ein Glücks-Marzipanschwein. In Sachen Glück für das neue Jahr soll also nichts dem Zufall überlassen werden.
Aber warum macht uns der Anblick des “schwarzen Mannes” wie der Schornsteinfeger auch genannt wird eigentlich glücklich oder warum bringt er Glück? Glück hat der, der einem Kaminkehrer begegnet, erst recht dann, wennman die Messingknöpfe der Kluft berührt. Da der Schornsteinfeger bis zum heutigen Tage verhindert, dass Feuerstellen selbst zum Brandherd werden und somit Hab und Gut der wohnungs- und Hauseigentümer zerstören, erfüllt er eine sehr wichtige Aufgabe.
Seine Rolle als Glücksbringer verdankt der Schornsteinfeger der Tatsache, das er zum Termin des Jahreswechsels traditionell seine Jahresrechnungen erstellt(e) und somit meist zu den ersten Gratulanten des neuen Jahres gehörte. Ferner erinnerte der “Schwarze Mann” durch seine Kleidung bedingt an den Teufel. Ihm wurde jedoch die Fähigkeit zugesprochen, den Teufel und andere Geister bändigen und bannen zu können. Aus diesen Gründen gilt der schornsteinfeger seit langer Zeit als Glücksbringer und der von ihm mitgebrachte Ruß als spezieller Schutz gegen Krankheiten und Gefahren.
Bereits zu Urzeiten ging es an Silvester, also in der Nacht zum Jahreswechsel um die Abwhr böser Geister. Daher sorgte lauter Krach, ausgelöst durch laute und lärmende Umzüge mit Schellen, Trommeln und Peitschengeknalle dafür, die ungeliebten Wesen fernzuhalten. In der heutigen Zeit wird diese Tradition durch Böller und Feuerwerke erledigt. Für Böller, raketen, Schwärmer und sonstige Feuerwerksartikel werden allein in Deutschland jedes Jahr biszu 100 Millionen Euro in die Luft gejagd.
Nicht immer war das Neujahrsfest der nacht zum 1. Januar vorbehalten. Erst im Jahr 1691 wurde der 1. Januar als Neujahrstag durch Papst Innozenz XII. festgelegt. Zuvor wurde der Neujahrstag von denChristen am 6. Januar, später am 25. Dezember eines jeden Jahres begangen. Der 6. Januar heißt noch heute “Hohes Neujahr” in den Alpen, da für die Bergbauern erst zu diesem Zeitpunkt das “richtige” Neujahr beginnt.
Zum Jahreswechsel gehören auch die entsprechenden Wünsche und Glückwünsche dazu. Besonders weit verbreitet ist der “gute Rutsch”. Dabei geht das Wort “Rutsch” auf das Jiddische und dort den Begriff “Rosch” zurück, was übersetzt “Angang heißt.
