Abriss einer Sporthalle in Kyritz “an der Knatter”
Will Kyritz wieder einmal den verkehrten Weg einschlagen? Setzt Kyritz auch in Zukunft auf “Abbruch statt Aufbruch”? Diese und weitere Fragen kommen mir, wenn ich höre und lese, dass die Sporthalle am ehemaligen Schulkomplex in der Ammerländer Straße lieber noch heute als morgen dem Erdboden gleichgemacht werden soll, weil man ja (angeblich) ein paar Euro spart auf Grund der hohen Förderquote.
Hallo? Jemand zu Hause? … Wie kurzfristig denken die “Entscheider” hier wieder eimal. Allerorten wird von Tourismus und Aufschwung bzw. Wirtschaftsförderung geredet…aber das, was man hier in Kyritz wieder einmal machen möchte, ist in meinen Augen Wirtschaftsvernichtung!
Beispiel gefällig? Ich kann nicht dem “Super-Unternehmer” sagen, du kannst in unserem schönen, bei weitem nicht ausgelasteten Gewerbegebiet eine Fabrik bauen und wenn es nach uns geht, “sollst” du dort auch ganz ganz viele Arbeitsplätze schaffen. Aber wenn du dann als Unternehmer ganz ganz viele Arbeitsplätze geschaffen hast und deshalb 10, 12 oder auch mal 14 Stunden am Tag arbeitest, weil du ja als Unternehmer was unternimmst, dann kannst du dich bei deinem Hobby (z.B. Tennis) entspannen. Eher nebenbei oder gar erst auf Nachfrage wird dann kleinlaut erwähnt, dass man, um seinem Hobby nachgehen zu können, erst noch eine halbe oder gar ganze Stunde Autofahrt auf sich nehmen muss! … Liebe Entscheider, was meinen Sie, wird der Unternehmer machen? Ich sage es Ihnen ganz unverblümt…er wird was unternehmen und zwar dort, wo er auch in der Freizeit was unternehmen kann!!!
Ich habe jetzt eben bewusst versucht, es (zumindest ansatzweise) auf dem Niveau des Sprechers von “Die Sendung mit der Maus” zu formulieren, damit es vielleicht auch die “Entscheider” in Kyritz verstehen. Jedes Kind jedenfalls sollte nun den Zusammenhang erkennen.
Mit dem Verein “Blauer Anker” in Kyritz bemüht sich eben genau ein eben beispielhaft erwähnter Verein des weißen Sports (Tennis) um den Erhalt und die Nutzung der Halle. Mit diesem Artikel möchte ich den Verein in diesem Anliegen unterstützen und bringe meinen Protest gegenüber der bisherigen Entscheidung der Stadt Kyritz zum Ausdruck und hoffe, dass diese noch gekippt wird!
Ebenso hätte man vieleicht zumindestens einen Teil der ehemaligen Lotte-Pulewka-Oberschule mit integriertem EOS-Teil erhalten können, um dort sehr preisgünstig z.B. allen Vereinen der Stadt ein Domizil bieten zu können oder/und Jungunternehmern (Gründern / StartUp´s) günstige Büroräume - eventuell bewirtschaftet mit Teilnutzung, Konferenzraum etc. zur Nutzung anzubieten. Insbesondere Unternehmen aus dem Bereich e-commerce / Internet würden sich kein Stück “beissen” mit dem für die Kleeblattregion favorisierten “sanften” Torismus, wobei ich persönlich bis heute den Begriff “sanft” nicht nachvollziehen kann, da wir uns meiner Meinung ganz klar als (die) Tourismusregion hinstellen könnten…aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Aber kommen wir noch einmal kurz zurück, auf die am Anfang dieses textes erwähnten angeblich gesparten Euro´s. Nicht einen Cent spart man, sondern es kann in der Zukunft ein massives Zuschussgeschäft für Kyritz werden, wenn Steuereinnahmen NICHT fließen, weil Unternehmer woanders was unternehmen und wenn noch mehr junge Leute abwandern. Will man das in Kyritz wirklich oder beginnt man sich an ein Naturgestez zu erinnern, welches unter anderm jeder Bauer Jahr ein jahr aus anwendet und welches lautet:
“Ich muss erst säen, wenn ich ernten will!”
Nicht mehr, nicht weniger und für die “Entscheider” heißt dieses, dass ich vielleicht auch erstmal draufzahlen muss, um dann erfolgreich zu werden. Wollen wir weiter kurzfristig oder endlich mal perspektivisch denken?
Meine Antwort heißt PERSPEKTIVE und deshalb bin ich ganz klar gegen den Abriss der Sporthalle in der Ammerländer Straße in Kyritz.


